„Daß ich vor anderen einige Inventionen, Schriften und Sachen dem gemeinen Wesen zum Besten an den Tag gegeben, das hat mir zwar bei etlichen etwas Lob, bei vielen aber Neid und Hass, bei anderen wiederum affection verursacht.“ (J.J. Becher)
Nach dem verheerenden 30-jährigen Krieg wurden auf allen Gebieten neue Ideen, Ordungssysteme, wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Erfindungen benötigt. Es begann die Übergangsphase in eine neue Epoche. Das lässt sich auch an den Personen erfassen, die bis heute als die Vertreter des Wandels anerkannt werden (Auswahl wegen „Nähe“ zu J.J. Becher):
Die Informationsströme waren im 17. Jahrhundert weniger breit und viel langsamer als in der Internet-Zeit. Dennoch: Man wusste voneinander (z.B. Becher von Colbert und Hobbes); man traf sich sogar (z.B. Becher und Leibniz), was nicht immer spannungsfrei verlief – das „Urteil der Geschichte“ über die relative „Größe“ war ja noch nicht gesprochen. Wer im einzelnen von wem welche Anregung empfing oder Ideen übernahm, ausbaute und „praktisch machte“, ist in den meisten Fällen nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Manche Erfindung entstand auch gleichzeitig und unabhängig voneinander (vgl. Newton/Leibniz). „Wir stehen auf den Schultern von Riesen“ (Merton). Konkurrenz jedenfalls gab es überall, und das hieß oft auch Wettbewerb um Pfründe an Fürstenhöfen.
In der Übergangsphase des 17. Jahrhunderts regierten:
Außerdem die Kurfürsten: